Mit Dem wohnmobil durchs Ameltal

Profile picture for user péripléties

Péripléties

Mitglied seit 1 Jahr 2 Monate

Entdeckungen und Begegnungen

Freiheit mit dem Wohnmobil

200km Entdeckungsreise der großen Seen im Osten, des Hohen Venn, entlang der Amel bis nach Lüttich

Mit dem Wohnmobil durchs Ameltal

5 Tage, 200km

Lüttich - Comblain-au-Pont

 

Von Lüttich brechen wir zu unserer Entdeckungsreise der großen Seen, des Juwels des Hohen Venns und des Ameltals auf. Eine abwechslungsreiche Route mit vielen Überraschungen!

 

Start unserer Rundreise ist die Provinz Lüttich in der Wallonischen Region auf den Anhöhen der Kurstadt Chaudfontaine. Vom Dorf Ninane aus machen wir einen Spaziergang zum Bois-les-Dames, auf dem wir uns mit der bisher unbekannten Umgebung vertraut machen. Goldene Heiden, einsame Sträucher… diese Galmeifluren sind herzzerreißend schön. Ein Erbe des Erzabbaus, der maßgeblich zum Erblühen der Umgebung beigetragen hat. Das industrielle Kulturerbe hat auf ca. 40 Kilometern bis nach Verviers seine Spuren in der Landschaft hinterlassen.

Soiron, das Glück liegt zum Greifen nah

Von Trooz aus biegen wir aufs sanfte Land Richtung Olne und Soiron ab, Weiler, die zu den Schönsten Dörfern der Wallonischen Region („Les plus Beaux Villages de Wallonie”) zählen. Die Zeit läuft. Bald ist es 14 Uhr und wir haben noch nicht gegessen. In Soiron scheint an diesem Samstagnachmittag ein Lebensmittelgeschäft sehr belebt zu sein! Unter der strahlenden Herbstsonne sitzen viele Leute auf der Terrasse des „Du Coq à l'Âne”. Wir parken unseren tapferen Kameraden auf vier Rädern Swinguy „bei den netten Leuten” und genießen die Atmosphäre dieses hübschen Dorfes. Wir probieren ein leckeres Essen mit lokalen Produkten, welches von lokal gebrautem Bier der Dorfzunft begleitet wird. Beeindruckend, wie leicht sich Bande knüpfen lassen. Ein paar Reisetipps von den Einheimischen später, folgen wir der Route ca. 15 km bis zum Dorf Limbourg.

Ostbelgien: wenn Kulturen aufeinandertreffen

 

Wir erfahren, dass dieser kleine charakteristische Marktflecken an der Grenze zu den Ostkantonen (Ostbelgien) liegt. Dort lebt der größte Teil der Deutschsprachigen Gemeinschaft, eines der föderierten Teilgebiete. Bei Jupiler! Das hatten wir total vergessen! Schnell frischt Simon seine Deutschkenntnisse auf… aus der Schule. Das bringt alle Leute, die wir treffen, zum Schmunzeln. Wir strengen uns an, auch wenn, wie wir schnell bemerken, hier (fast) jeder Französisch versteht. Man wechselt hier so schnell mit einem Fingerschnipsen von einer Sprache zur anderen wie sich die Landschaft ändert, durch die wir fahren. Ohne es wir zu wissen, fahren wir dem unglaublichsten Ort der Tour entgegen.

Das Hohe Venn: Liebe auf den ersten Blick!

 

Wir verbringen die Nacht nahe des Waldes von Weismes im Naturpark Hohes Venn. Eine zarte Melancholie, diese torfige Herbstlandschaft im Nieselregen... Nur 50 km von Lüttich entfernt, fühlen wir uns wie in einer von uns heiß geliebten finnischen Landschaft! Verzaubert von diesem zeitlosen Ort, verlängern wir unseren Aufenthalt, um die Umgebung zu erkunden. Die Sonne kommt wieder zum Vorschein. Eine gute Gelegenheit auf den „caillebotis” (Holzstege) spazieren zu gehen, die das herrische Dekor durchbrechen. Wir verlängern diesen tollen Augenblick auf der höchsten Erhebung Belgiens unweit der Botrange: die junge und trendige Brasserie Peak Beer in Surbrot.

In den Tiefen des Tals am Waldesrand
ist das Erwachen so friedlich.

Am nächsten Tag erwachen wir im Nebel der Talsperre des Sees Gileppe. Wir werden von einer mystischen Atmosphäre ergriffen, die nur die Ardennen bieten können! Unsere Route verläuft noch tiefer nach Ostbelgien hinein Richtung der Seen Robertville und Butgenbach mit einem Umweg zur romantischen Burg Reinhardstein.

 

Ein paar hundert Kilometer stehen auf dem Zähler. Wir nähern uns jetzt dem Ameltal. Hier beginnt der idyllischste Streckenabschnitt. Unsere Route durchzieht grüne Weiden, die von den Fluss säumenden Wäldchen unterbrochen werden. Eine Oase der Ruhe, geeignet für erholsame Spaziergänge, mit naturbelassenen Orten, an denen man ein paar Nächte verbringen kann. In den Tiefen des Tals am Waldesrand ist das Erwachen so friedlich.

 

Von den Quellen zu den Brauereien

 

Je mehr wir uns dem Naturpark Parc Naturel des Sources nähern (mit Sources, zu dt. Quellen, sind die Amel und Spa gemeint), desto hügeliger wird die Landschaft. In der Region haben sich dank der zahlreichen reinen und unberührten Wasserläufe mehrere Brasserien angesiedelt. So machen wir auf der Höhe von Trois-Ponts einen Umweg zur Brasserie de la Lienne in Lierneux. Die Geschwister Nicolas und Mélissa brauen hier seit 2013 leidenschaftlich Bier. Nach den ländlichen Dörfern im Wald erstreckt sich die Landschaft jetzt über grüne Hügel. Hier, inmitten von Bauernhoftieren vor einem fantastischen Panorama, stellen wir uns einer der ungewöhnlichsten Aktivitäten: Bauerngolfen in Stoumont! Man kann sich keinen besseren Abschluss der Route vorstellen, die uns schließlich reibungslos bis nach Comblain-au-Pont führt. Hier fließt die Amel in die Urt. Noch mehr Ideen, um diese wundervolle Rundreise durch die Ardennen zu verlängern.

Rastplätze für Wohnmobile entlang der Route

 

Gileppe-Talsperre

Route de la Gileppe, 4845 Jalhay.

 

Fünf Stellplätze neben der Talsperre für Wohnmobile mit Stromanschluss. Sehr begehrt, da kostenlos, aber man kann die Nacht auf dem großen Parkplatz verbringen, um sich am Morgen einer schönen Aussicht zu erfreuen.

 

Campingplatz Butgenbach Worriken

 

Am Ufer des Sees Butgenbach. Ideal für eine Pause, Spaziergänge und Freiluftaktivitäten in der Umgebung. Von 19€ - 29€.

 

Malmedy

 

Ein Rastplatz für Mobilheime beim alten Bahnhof von Malmedy. Zum Zentrum sind es 400m. Parken: 5€. Wasser: 0,50€. Strom: 0,50€

 

Streckenverlauf herunterladen