Unterwegs mit Ardennes Rando im Wald von Saint Hubert - T. Verneuil

Ich habe mit Ardennes Rando mitten im Wald gezeltet

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Teddy Verneuil

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Entdeckt am liebsten neue Horizonte

Outdoor Fan & leidenschaftlicher Fotograf

Auf den weiten Wegstrecken spüren wir den Rhythmus der Natur

ich habe mit ardennes rando mitten im wald gezeltet

                     

5 minuten auszeit

Was für ein Erlebnis.

 

Für die Naturliebhaber unter Euch gilt: Zelten inmitten der Ardennen dürft Ihr Euch wahrlich nicht entgehen lassen. Wir waren dazu im Wald von Saint Hubert, in der belgischen Provinz Wallonien unterwegs: Zwei Tage Fußmarsch, eine Nacht im Zelt - ein richtiges Outdoor-Erlebnis! 

 

Begleitet wurden wir auf diesem Abenteuer von Olivier, unserem erfahrenen Outdoor-Führer der sich auch um die Logistik kümmert. Er gibt uns genaue Informationen über Wegstrecke und Verlauf unserer Route, sowie den Ablauf der beiden Wandertage. Das Tolle ist, dass wir unsere Rucksäcke weder mit Camping-Ausrüstung noch mit Nahrung beladen müssen, denn auch darum kümmert sich Olivier. So bleibt uns also nichts weiter, als die Natur vor unseren Füßen in ganzen Zügen zu genießen und einfach loszumarschieren. 

 

Die gesamte Wegstrecke besteht aus zwei Etappen von insgesamt 22 Kilometern und führt mitten hinein in eine zauberhafte Naturlandschaft. 

Los geht's auf dem ersten Tag der Wanderung - T. Verneuil

Dank der facettenreichen Naturlandschaft tauchen wir tief in die Faszination der belgischen Ardennen ein

Abwechslungsreiche Landschaft

 

Voller Freude marschieren wir los. Vor unseren Augen bzw. Füßen erheben sich einige Hochplateaus, das Bioreservat Orti, aber auch der dichte Wald von Saint Hubert. Ganz verschiedene Naturräume also, die wir hier durchwandern. Die Wanderung durch Wiesen voller bunter Gräser und Blüten gefällt mir ungemein, aber auch die Durchquerung des Reservates von Orti: Hier meinen wir, echten Zauber zu spüren. Mehr und mehr tauchen wir ein in den Ursprung der Provinz Wallonien, und mit ihr vertieft sich auch unser Interesse und unser Verständnis um diesen Teil der Ardennen. Der Weg ist gut markiert, wenngleich man an manchen Stellen doch auf die richtige Streckenführung Acht geben muss. 

 

Auf unserem Weg begegnet uns auch ein wenig Kulturerbe der Region, und so durchqueren wir einige typische Blumendörfer der Ardennen, wie zum Beispiel das reizende Laneuville-au-bois.

Auf den Höhenwegen von Saint-Hubert - T. Verneuil

Zwei Tage in der Natur ist wie Wellness und Auftanken für Körper und Geist zugleich 

Eintauchen in die dichten Wälder der Ardennen - T. Verneuil

Eine offensichtliche Rückkehr zu den Wurzeln

 

Was mich bei unserem Besuch in dieser Region beeindruckt, ist die Ruhe und Intensität der Natur. Trotz der Dürre, die die Region mehr oder weniger heimsucht, empfinde ich sie immer noch als sehr grün. Herrlich, durch diese idyllische Naturlandschaft reisen zu können. Dank der ausgedehnten Spaziergänge haben wir das Gefühl, wirklich in die Natur eintauchen zu können und uns in ihr so richtig wohl zu fühlen. Wir durchqueren die Wälder in Stille, um die dort lebenden Tiere nicht zu stören, und genießen die dabei entstehende Aufregung. Wir hören ein leichtes Knistern, wir sehen jene Orte, an denen die Tiere schlafen, und ein ganz eigener Zauber nimmt uns gefangen: Vergessen sind all unsere Probleme, denn wir leben den Moment und sind vollständig in das Abenteuer Naturerlebnis eingetaucht.

 

Eine Nacht im Zelt.

 

Die Krönung unseres Abenteuers ist wohl die Nacht im Zelt mitten im Wald von Saint Hubert. Am Ende des ersten Wandertages suchen wir einen der ausgewiesenen Zeltplätze auf. Sauber und gemütlich empfängt uns dieser, wie geschaffen für eine Nacht unter dem Blätterdach des Waldes. 

Blick aus dem Zelt hinein in den Wald von Saint-Hubert - T. Verneuil

Eine Nacht im Zelt zu verbringen ist und bleibt ein einzigartiges Erlebnis, egal wo genau man sich dazu befindet 

Zeit also, uns ein wenig zu erholen. Schon ist Olivier mit den Vorräten für uns da und bietet uns als Erstes einen gemütlichen Aperitif an. Gleich im Anschluss genießen wir die Vielfalt lokaler Produkte, die Olivier für uns zum Abendessen bereithält. Herrlich, wie das schmeckt, vor allem nach einem langen Tag auf den Beinen! Vergnügt tauschen wir uns mit unseren Zeltnachbarn aus, die wie wir die Region ringsum erkundet haben, und gemütlich essen und trinken wir zusammen bis es Nacht wird. Schließlich ist es an der Zeit, in unser großes Zelt zu kriechen um Energie für den darauffolgenden zweiten Tag der Wanderung zu sammeln. Dieser ist nicht minder spektakulär wie der erste.

Zweiter Tag der Wanderung, genauso vergnüglich - T. Verneuil

Die Nacht vergeht ohne Zwischenfall, und schon am frühen Morgen ist Olivier wieder da, um uns das Frühstück zu bringen. Schon bequem, im Zelt aufzuwachen und frische Schokoladenbrötchen direkt aus der Bäckerei geliefert zu bekommen. Sobald wir alles aufgegessen und weggeräumt haben, ist es Zeit, das Abenteuer des zweiten Tages zu bestreiten und noch ein wenig mehr in die Naturlandschaft der Ardennen einzutauchen.

 

Glücklich und zufrieden beschließen wir unser Abenteuer, den Kopf voller Erinnerungen an die schönen Landschafts- und Wegmomente auf unserer Reise. Wir verabschieden uns von Olivier, nicht ohne ihm für die vielen schönen Fotomöglichkeiten und Routentipps zu danken. Was für ein Abenteuer! Lasst Euch gesagt sein, dass die Wanderung mitunter doch ganz schön sportlich ist und am besten jene anspricht, die Wandern lieben. Die Naturlandschaft ist in jedem Fall jedwegliche Mühen wert. Wir würden das Angebot einer weiteren Wanderung auf alle Fälle wieder annehmen, egal ob hier oder woanders.

Ich möchte auch so etwas erleben!

 

Ardennes Rando
Olivier Delmée
36 Bohey, 9647 Donkels, Luxemburg
Tel.: +352 28 77 75 00
http:// www.ardennes-rando.com

 

Olivier von "Ardennes Rando" hat mehrere Wandermöglichkeiten für Euch im Gepäck. Ihr könnt wählen zwischen zwei bis neun Tagen Wanderung und erlebt dabei die unterschiedlichsten Naturlandschaften entlang des Flusstales der Semois, der Ourthe oder der Wälder von Saint-Hubert. Die Auswahl an Möglichkeiten ist riesig und kann vorweg im Internet genauestens nachgelesen werden. Unser zweitägiges Abenteuer belief sich preismäßig auf € 145 pro Person.