Mein erstes Mal Fliegenfischen mit Rivéo in Hotton  

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Claire The Green Geekette

Mitglied seit 5 Monate

Yogi, liebt das langsame, bewusste Reisen in Verbindung mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Es ist genau das eingetreten, was man mir versprochen hat: Ich bin die beste Fliegenfischerin in der gesamten Region geworden!

Einen Vormittag lang Fliegenfischen auf dem Fluss OURTHE

6 minuten weißfisch

Im Herzen der belgischen Ardennen liegt der Fluss Ourthe, ein Eldorado für Naturliebhaber jedmöglicher Art, allen voran Wanderer und (Fliegen)Fischer. Als man mir vorgeschlagen hat, das Fliegenfischen einmal selbst auszuprobieren, habe ich nicht lange gezögert und "den Sprung ins kalte Wasser gewagt": Schließlich gilt die Ourthe als einer der besten Orte dafür in ganz Belgien!


Fischen, ja, dabei aber auf dem Trockenen bleiben, bitte!


Ein "Sprung ins kalte Wasser" war es dann doch nicht. Dank der sogenannten "Waders"-Hosen blieb ich komplett trocken (dabei handelt es sich um wasserundurchlässige Hosen, die praktischerweise gleich direkt mit den Stiefeln verbunden sind, geliehen von der Firma Riveo). Zum Glück, denn frühmorgens ist es hier im September schon ein wenig frisch, als wir unseren Guide Philippe vor dem Hotel "La Claire Fontaine" in La Roche-en-Ardenne treffen.

Trockenes Fischervergnügen dank meiner "Wader"-Hosen! - The Green Geekette

Der Vorteil unseres ersten "Schnuppern im Fliegenfischen" besteht darin, dass wir unsere gesamte Ausrüstung verliehen bekommen und so nichts mitzunehmen brauchen: Fliegen, Schnüre, Ruten, es ist alles da. Vor allem, wenn man, wie ich, vor diesem ersten Mal noch nicht einmal weiß, was man möglicherweise braucht. Aber schließlich war ich ja hier, um etwas Neues zu lernen.

 

Zum Beispiel habe ich erfahren, dass Riveo im Grunde ein ganzes Besucherzentrum rund um verschiedenste Aktivitäten auf dem Fluss Ourthe betreibt, darunter eben auch das Fliegenfischen. Im Handumdrehen kann ich "zur besten Fliegenfischerin" der Region werden, erklärt man mir augenzwinkernd. Mal sehen!

Ein "Sprung ins kalte Wasser" war es dann doch nicht. Dank der "Waders"-Hosen blieb ich komplett trocken. Zum Glück, denn frühmorgens ist es hier im September schon ein wenig frisch.

Ich kann bereits verraten, dass ich möglicherweise nicht die beste Fliegenfischerin der Region geworden bin. Dennoch hatte ich einen sehr lehrreichen Vormittag und verstehe nun besser, warum (Fliegen)Fischen ein so leidenschaftlicher Sport ist.

Los geht's mit den ersten Einweisungen! - The Green Geekette

Hinter die Geheimnisse des Fliegenfischens kommen

 

Als völliger Neuling erklärte mir Philippe alle Grundlagen dieser Sportart, einschließlich die, wie man seine Ausrüstung richtig zusammenbaut und benutzt. Ich kann jetzt behaupten, ein Meister der verschiedenen Fliegen für das Fliegenfischen zu sein! Diese haben übrigens kuriose Namen, wie z.B. die Trockenfliege, die in der Luft schwebt, die "ertrunkene Fliege", die beschwert wird, oder die Nymphe, die eine sinkende Fliege ist.

 

Während der ersten Übungseinheit, so überraschend es auch sein mag, sind wir nicht auf dem Fluss, sondern auf einem Feld. Bevor wir nämlich ins Wasser steigen, tun wir gut daran, ein paar Handgriffe für später zu üben. Es ist wirklich ratsam, sich schon vor dem Fischen genügend Zeit zu nehmen, um an seiner Fliegenwurftechnik zu feilen. 

 

Denn die scheinbar einfachen Wurftechniken sind komplexer als es scheint. Anfangs fiel es mir gar nicht so leicht! Dann, nach und nach, sind meine Bewegungen flüssiger, und schließlich landet die erste Fliege mehr als drei Schritte von mir entfernt. Das bedeutet, dass der Moment nun gekommen ist, um sich mit den realen Bedingungen des Flussfischens vertraut zu machen.

Schließlich dürfen wir auf dem Fluss üben - The Green Geekette

Auf geht es zum Fliegenfischen auf dem Fluss


Riveo hat sich dem "no-kill"-Fischverfahren verschrieben, bei dem der Fisch nicht getötet sondern so behutsam wie möglich in die Freiheit entlassen wird. Um den Fisch also nicht unnötig zu verletzen, hat Philippe mir gezeigt, wie man den Widerhaken (den kleinen, vorstehenden Haken) leicht wieder zerdrücken kann.

 

Um die Überlebenschancen zu erhöhen, muss der gefangene Fisch vorsichtig behandelt werden. Wir greifen ihn mit nassen Händen an, um den Schleim auf seiner Haut nicht zu beschädigen. Wir versuchen auch, ihn so schnell wie möglich wieder freizusetzen, damit er nicht zu erschöpft ist, wenn er wieder im Wasser ist. In der Theorie einfach, in der Praxis komplizierter, wenn man bei einem erfolgreichen Fang "in Panik" gerät.

 

Ich benutze den Begriff Panik vielleicht ein wenig übertrieben. Aber so ähnlich fühlte es sich für mich an, als der erste Fisch Gefallen an der Fliege am Ende meiner Schnur fand. Da man keine Widerhaken hat, muss man eine gute technische Hand haben, um den Fisch elegant aus dem Wasser zu bekommen. Ich habe mich aber ehrlicherweise ein wenig "darüber geschummelt", denn mein kleiner Erstling flog buchstäblich im Kreis um mich herum.

Was für ein unglaublicher, erster Fang! - The Green Geekette

 Beim ersten Mal Fliegenfischen flog mein kleines Fischlein nur so um mich herum! Von weitem muss das schon ziemlich komisch ausgesehen haben. 

Ich habe mich bemüht, meinen allerersten Fang so schnell wie möglich wieder ins Wasser zu bekommen, damit der arme kleine Fisch nicht erstickt. Rückblickend muss die Szene ziemlich komisch gewesen sein, wenn man mir als erfahrener Fischer dabei zugesehen hat. Mein Angelpartner zog wenig später einen viel größeren Fang aus dem Wasser und ging dabei bis zu den Oberschenkeln ins Wasser.

Trotz der vielen Tipps und Versuche von Philippe bissen die Flussbarben an diesem Morgen einfach nicht an. Man kann nicht von heute auf morgen zum Angler werden, aber das macht auch nichts. Zunächst gilt es wohl, den Rhythmus der Fische zu akzeptieren und auch, mit den Füßen im Wasser zu warten... Angeln ist ein klassischer "Slow-Sport"!

Mit den Füßen in der Ourthe angeln wir nach Flussbarben - The Green Geekette

Auf zur verdienten Erholung!

 

Nach den Anstrengungen unserer ersten Versuche im Fliegenfischen haben wir uns eine Pause redlich verdient! Im Hotel erwartete uns dann auch eine nette Überraschung, als der Chefkoch uns geräucherte Forelle anbot (die wir nicht selbst fangen konnten, da sie eine längere Zubereitungszeit benötigt). Es war dies eine fröhliche und gesellige Gelegenheit, einerseits ein wenig mehr über die verschiedenen Räuchertechniken zu erfahren, andererseits eine köstliche Forelle zum Abschluss eines erfolgreichen Vormittages zu verspeisen.


Nächtigungstipps? Nun, wie wäre es mit einer Nacht im Zelt?


Wenn schon Natur, dann richtig, finde ich. Das wilde Campen ist in Belgien zwar verboten, auf bestimmten Plätzen mitten in der Natur jedoch erlaubt. 4 dieser Plätze finden sich wunderbarerweise direkt rund um La Roche-en-Ardenne. 

 

Die Nacht habe ich dann auf dem Zeltplatz von Golet und von Gives verbracht, jeweils mitten in der Natur. Den Abend haben wir mit Sternenbeobachtungen rund um unseren perfekt eingerichteten Zeltplatz genossen. Am darauffolgenden Morgen ist nur zu beachten, dass wir den Campingplatz bis 10.00 Uhr wieder verlassen. Auch ein Lagerfeuer in einer eigens dafür eingerichteten Feuerstelle ist möglich: Ihr müsst nur die Marshmallows mitbringen!

Ich möchte auch so etwas erleben!

 

Riveo
Rue Haute 4, B-6990 Hotton
Tel: +32 84 41 35 71
Nähere Informationen: http://www.riveo.be/ 
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Öffnungszeiten:

 

Von März bis September.
Zeitrahmen ca. drei Stunden, von 9.30 bis 12.30 Uhr, flexibel je nach Kundenwunsch.

 

Preise:

 

Kennenlernen Fliegenfischen (ein Vormittag) auf dem Fluss Ourthe : € 37 pro Person.
Inkludiert: Fischereilizenz, Ausrüstung (Fliegen, Schnüre, Stiefel, etc.) und Unterstützung der Initiative "No Kill"