Burgenstraße

Die Burgenstraße mit dem Wohnmobil

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Entdeckungen und Begegnungen

Freiheit mit dem Wohnmobil

Die schönsten Schlösser von Luxemburg öffnen Euch ihre Tore…

Die Burgenstraße mit dem Wohnmobil

4 Tage, 215 km

 

Inmitten des Ardenner Waldes auf Felsvorsprüngen faszinieren uns die Schlösser Luxemburgs. Groß oder klein, Ruinen oder in einem bemerkenswert guten Zustand säumen sie den Parcours und wecken die Fantasie entlang der tiefgängigen Landschaft des Großherzogtums.

 

Wir lassen uns nicht von den Äußerlichkeiten des Streckenanfangs in der Umgebung von Gouvy (Belgien) täuschen, der sich auf eine riesige ländliche Ebene erstreckt. Wir betreten zügig die Region Ösling in Luxemburg und die Straße führt uns zu den Geheimnissen des tiefen Tals. In unserer ersten Etappe Clerf, ragt schon ein Schloss inmitten des Marktfleckens auf. Es gibt unter den wunderschönen Bauwerken, die das Gebiet der Ardennen säumen, den Ton an. Sein weißer Außenputz verleiht ihm gegenüber dem malerischen Ensemble der Pfarrgemeinde St-Côme-et-St-Damien etwas Einzigartiges. Wir gehen um diesen dicken Koloss herum, der von zwei Türmen flankiert wird, bevor wir schließlich den Innenhof betreten. Das Schloss hat unter den Qualen der Zeit und der Ardennenoffensive (im Winter 1944) gelitten. Es wurde wieder komplett restauriert, was vermutlich seinen makellosen Zustand erklärt, durch den es sich von den anderen Herrscherhäusern von Luxemburg unterscheidet.

Flach einfallendes Licht und Windräder

Wir kehren auf den ansteigenden Waldweg Richtung der Ebene Marnach zurück. Das flach einfallende Nachmittagslicht begleitet unsere Spazierfahrt unter den Windrädern, die ihre großen weißen Flügel bewegen. Ca. 30 Kilometer lang, fahren wir über Hügel und Täler. Und so weiter und so fort. Riesige Achterbahnen der Natur! Wir erreichen schnell die Urt und dann die Stadt Vianden. Die Nacht bricht herein. Es ist lange her, dass wir eine nächtliche Ausfahrt gemacht haben. Nachdem wir nahe dem Stadtzentrum geparkt haben, gönnen wir uns eine Pause in einem ihrer zahlreichen Restaurants und begehen dann die gepflasterten und verwinkelten Gassen, um ihre Ruinen zu stürmen. Die Burg wacht mit ihrem Schatten über die Stadt. Ihre Fenster sind gerade hell genug erleuchtet, um ihr im Mondlicht diesen typisch mittelalterlichen Charme zu verleihen. Wir halten an, um an einem Stellplatz am Wasser die Nacht zu verbringen.

Vianden: die unwiderstehliche mittelalterliche Stadt

 

Eine Seilbahn ermöglicht den Zugang zum Felsen, auf dem dieser Steinkoloss sitzt, aber wir bevorzugen den Gang zu Fuß und genießen einen Spaziergang auf den gewundenen Wegen. Die Umgebung bietet eine atemberaubende Aussicht auf den Ardenner Wald und darüber hinaus. In der Ferne bei den Windrädern, machen wir Deutschland aus. Die Burg Vianden ist einfach ein außergewöhnliches Bauwerk! Von innen und außen scheint es uns, noch nie etwas so Hohes, Mächtiges und so gut Erhaltenes gesehen zu haben!

Brandenbourg: traumhaft unberührt

 

Noch unter dem Zauber von Vianden, geht es weiter Richtung Sauertal. Unsere Route schlängelt sich durch riesige Ebenen, um dann erneut ins Innerste der Täler zu gleiten. Die trostlose Ruine der Burg Brandenbourg taucht bald auf und thront über dem Wald. Wir erblicken zuerst die Türme, die die Bäume überragen, bevor wir entdecken, dass sich ihr Fundament in Wirklichkeit auf einen großen Teil des natürlichen Felsvorsprungs erstreckt. Ein traumhaftes und unberührtes Bildnis. Die Sauer begleitet uns für den Moment. Als wir am hoch gelegenen Dorf Burscheid ankommen, machen wir immer noch eines der Bauwerke unter uns. Erneut ist der Ausblick einfach episch: wir sind wieder in der Ritterzeit angekommen!

Esch-Sauer: eine poetische Insel

Unser Weg führt uns nun über einen steilen Abstieg. Er ist so schwindelerregend, dass es uns nach und nach vorkommt, als ob er in den Abgrund fällt. Wenn man einmal in einem seiner Schluchten ist, bricht die Nacht schnell herein. Aber die Sauer verleiht dieser wilden Natur eine gewisse Sänfte. Wir halten an einem der kleinen Campingplätze am Fluss. Am nächsten Morgen durchkämmen wir das Dorf Esch-Sauer und sein Schloss, das sich in einen Mäander schmiegt. Um den Wasserverlauf besser beobachten zu können, gibt es nichts Besseres als einen Spaziergang auf den Anhöhen.

 

Als wir auf den Kandhor klettern, nehmen wir einen Wanderrundweg in Angriff, der beim Denkmal für die Opfer der Ardennenoffensive am Dorfausgang startet. Man kann eine fantastische Aussicht auf den Flussverlauf und die Stauseegemeinde genießen. Nach einem Abstecher nach Wiltz und seinem Renaissanceschloss gelangen wir nach Bastnach in Belgien, 30 Kilometer entfernt. Die Stadt hatte ebenfalls eine wichtige Rolle im Zweiten Weltkrieg von der das große Denkmal zeugt. Jetzt ist es mit den romantischen Schlössern vorbei! Auf gehts in Richtung Arel, um auf ein weiteres zauberhaftes Tal entlang des Sesbachs zuzufahren…

 

Rastplätze für Wohnmobile entlang der Route

 

 

Campsite Vianden

 

Ein Platz mit Blick auf die Burg Vianden, gut ausgestattet und mit nur 1 km Fußnähe zur Stadt in idealer Lage am Fluss: 17 – 21,60€ pro Stellplatz. Stromanschluss und Angebote inkl.

 

Camping Bissen

Esch-Sauer

 

Kleiner, gut eingerichteter Campingplatz am Fluss, mit exklusiven Wohlmobilstellplätzen. 18 – 22€ pro Nacht. Kurzer Halt auf entsprechenden Stellplätzen: 12€.

 

Campingplatz in Bastnach

Kostenloser Gemeindecampingplatz, Place Patton. Wasser- und Abwasseranschluss. 2 km vom Mardasson-Denkmal entfernt.

 

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